Rocky Mountains Tour 2002

21. Juni: Zion National Park - Bryce Canyon National Park (140 km)

22. Juni: Bryce Canyon National Park

Schon um 5:15 Uhr aufgestanden und das Fußball Viertelfinalspiel Deutschland gegen USA im TV angesehen.

Bei der Rückfahrt auf der SR-9 (Ost) noch einige Fotostopps. Dann die US-89 (Nord) bis zur SR-12 (Ost) zur SR-63 (Süd). Wir finden tolle Plätze im North Campground im Amphitheater des Bryce Canyon NP.  Nach längerer Pause geht's zum Sunrise Point. Am nächsten Tag (wir blieben zwei Tage hier) Wanderung durch Queens Garden.

Strecke: 10./11.Tag (Google Maps)
Strecke: 10./11.Tag (Google Maps)


Aus Renates Tagebuch:

Fr. 21.6.:

0:1 USA : Deutschland, obwohl die Amerikaner bessere Torchancen hatten. Während die Sonne aufging und die Berge von Zion anstrahlte, saßen wir im Dunkeln und starrten auf den Bildschirm., Aber WM ist eben etwas Besonderes. –
Halb 9 h und schon sehr warm. Langsam erwachten alle ringsum: Die Zelter mit Handtüchern behängt zu den Duschen, die Mobilleute versorgten ihre Tanks noch mit Frischwasser, neben uns wachte auch der junge Mann auf, der neben Auto und Gitarre draußen geschlafen hatte.
Heute haben wir wieder eine kurze Strecke. Auf der 89 Nord zum Bryce-Canyon.
Fotos von den sonnenbeschienen Bergen, bevor wir in den 1930 fertig gestellten Tunnel einfahren und letzte Aufnahmen von den charakteristischen Strukturen. Wir verlassen etwas wehmütig den Zion-Park, doch der Bryce-Canon-Park wartet in ca. 60 Mi.
Bernhard hörte in den Nachrichten, dass es am North Rim des Grand Canyon brennt!
Wir fahren durch ein grünes Tal, Kiefern, Wacholder, wenig Laubbäume, kleine Cumuluswolken am Himmel. Ein  Fluss schlängelt neben uns, die Berge kommen wieder näher.
Die ersten roten und so typischen Bryce-Formationen werden fotografiert: roter Sandstein, in Jahrmillionen erodiert zu bizarren Gebilden. Weiter auf eine Hochebene, ca. 2.100 m. Keine Spur mehr von roten Skulpturen, aber wir sind ja noch nicht im Canyon.
Gegen 12 h angekommen: ein idyllischer Platz unter Kiefern. Allerdings sind wir hier Selbstversorger, keine Hook ups. Jetzt wird eine längere Pause eingelegt und in Ruhe gegessen.
Dann zogen wir los zum Sunrise Point , ganz in der Nähe unseres Camps, und hatten einen ersten Blick auf die einzigartige Bergwelt: meist rote, aufragende, zerklüftete Felsen, das „Amphitheater“. Zusammen mit den Krüppelkiefern im Vordergrund und den Wolken – was für ein Bilder! Weiter zum Visitor Center, ein paar Andenken gekauft und: es fing an zu regnen. Damit hatten wir überhaupt nicht gerechnet. In Klaus’ und Günters Wagen waren die Dachluken weit offen. Also mit dem Bus zurück, doch dann war der Regen schon wieder zu Ende. Es hatte noch nicht einmal zum Staubbinden gereicht.
Teatime, und weiteres Erkunden unserer näheren Umgebung. Die Regenwolken hatten sich verzogen. Als wir gleich hinter unserem Camp die Höhe erstiegen, lag die Skulpturenwelt des Bryce Canyon unter uns. Sie ist nicht zu beschreiben. Die Fotos können es besser. Dazu „drohende“ dunkle Wolken, sonnenbestrahlt. Viele Fotos wurden gemacht, sie werden sich alle gleichen. Doch bei solch einer Landschaft ist Zurückhaltung nicht angebracht. Die Begeisterung ist nicht zu bremsen.
Abendimbiss vor Walkers Behausung. Christel hatte einen großen Topf Tee gekocht, der – wegen der plötzlichen Kälte! – mächtig mit Rum verfeinert wurde. Bis zur Dunkelheit saßen wir noch draußen, und Günter erzählte einen Witz nach dem anderen.
Morgen früh: Sonnenaufgang am Sunrise Point!

 

Sa. 22.6.:
Früh am Morgen sind wir aus den Betten gefallen, um den Sonnenaufgang zu erleben. Wir brauchten ja nur den „Hausberg“ hoch zu gehen, um wieder den Blick auf die Felsen zu haben. Doch die Sonne war schneller als wir und stand schon über dem Horizont. Es ging sich gut in der frischen Luft. Gegen 7 h kamen wir zurück, Müsli-Stärkung. Mit dem Kaffee müssen wir noch bis 8 h warten, vorher darf der Generator nicht laufen.
Da wir heute noch bleiben, treffen wir uns um ½ 10 h zur längeren Wanderung durch den Queens Garden. Einmal nicht jeden Tag auf der Straße unterwegs sein wird uns allen gut tun.
Der Tag wird sonnig, die gestrigen dunklen Wolken samt Wind haben sich verzogen.
Am Nachmittag kamen vier erhitzte Berliner zurück von der Wanderung über den Garden Trail. Christel und Bernhard begegneten wir unterwegs, die es etwas gemütlicher angehen wollten. Die Sonne leuchtete voll auf die roten Felsen in so vielen Formen, ein wahrer Skulpturengarten, unbeschreiblich schön. Einige hohe Kiefern dazwischen als grüne Punkte. Viele Menschen waren unterwegs: Wochenende. Aber auf dem langen Trail bergauf und –ab verloren sie sich. Natürlich haben wir viel fotografiert. Das wird eine schwierige Auswahl werden! Noch eine Cola in der Lodge, und wir stolperten in unsere Wagen. Duschen, Kaffee und Erholen.
Heute Abend gehen wir ins nahe Restaurant. Bernhards Idee, man höre und staune! Vielleicht erleben wir anschließend auch den Sonnenuntergang.
Zurück vom Dinner. Es hat allen gut geschmeckt. Wanderung zum Sunset Point, aber bis 9 h wollten wir doch nicht warten. Jetzt schon war Queens Garden in tiefe Schatten getaucht, nur die hohen Spitzen wurden noch angestrahlt.
Es ist bald 21 h. Bernhard sitzt draußen, den Laptop angeschlossen und bearbeitet unsere Fotos. Wir Frauen versorgen uns mit Trinkwasser, vor allem erst einmal alle Fenster und Türen auf, damit Luft in die heißen Wagen kommt. Das war wieder ein ausgefüllter Tag!